WW-Events Veranstaltungskalender

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:: Festival
Donnerstag, 21. Mai 2026
bis Montag, 25. Mai 2026
Auf dem Giller
57271 Hilchenbach-Lützel

Internationales Musik- und Theaterfestival …
Schwedischer Höhenflug, himmlische Stimmen und kernige Töne


W
enn sich getanzte Akrobatik und Sinfonik, Stadionrock und Pop-Poesie, Heavy Metal und Harmoniegesang auf der Ginsberger Heide die Hand reichen, dann ist nicht etwa die Genre-Landkarte verrutscht – dann ist KulturPur-Zeit: Zwischen Rothaarsteig und weißer Zelttheaterstadt treffen in diesem Jahr Cirkus Cirkör (21.5.), die Philharmonie Südwestfalen (22.5.), Ennio (22.5.), Rauhbein (23.5.) Doro (23.5.), No Angels (24.5.), Rainbirds (24.5.), Aaron (25.5.) und Fury in the Slaughterhouse (25.5.) aufeinander, verwandeln Höhenmeter in Herzklopfen und Waldrand in Weltbühne. Wo sonst Wanderer unterwegs sind, entstehen Klangräume, in denen sich 
Generationen, Stile und Geschichten begegnen: laut und leise, international und nahbar, spektakulär und berührend …

Den Auftakt des Festivals markiert in diesem Jahr ein Ensemble, das seit vielen Jahren als Synonym für zeitgenössische erzählerische Zirkuskunst gilt: Cirkus Cirkör (21.5.). Die schwedische Compagnie verbindet in ihrem Stück „Knitting Peace“ Akrobatik, Tanz, Musik und Theater zu einem dichten, emotionalen Bühnenerlebnis, das sich bewusst von klassischen Zirkusformaten löst. Im Mittelpunkt steht dabei eine Gruppe von Menschen, die versucht, aus unterschiedlichen Perspektiven und Erfahrungen ein gemeinsames Miteinander zu gestalten. Während sie sich gegenseitig stützen, herausfordern und wieder auseinanderdriften, entsteht aus Seilen, Körpern und Bewegung ein ständig wachsendes, fragiles Geflecht.

Gerade in der besonderen Architektur des Großen Theaterzeltes entfaltet diese Form von zeitgenössischem Zirkus eine enorme Wirkung und macht die Inszenierung durch die Nähe zum Publikum, die Konzentration auf Körper, Bewegung und Rhythmus sowie die emotionale Direktheit zu einem eindrucksvollen künstlerischen Statement.

Ein fester und zugleich immer wieder neu interpretierter Bestandteil von KulturPur ist das Konzert der Philharmonie Südwestfalen (22.5.) am Festivalfreitag. Seit vielen Jahren steht das Landesorchester Nordrhein-Westfalen für exklusive Festivalproduktionen, die weit über das klassische Konzertformat hinausreichen. In diesem Jahr präsentiert das Orchester unter der Leitung von Evan-Alexis Christ gemeinsam mit der Sopranistin Jeannette Wernecke das Programm „Milestones“. Es greift die besondere Atmosphäre des Ortes auf und übersetzt sie in Klang. Im Zentrum steht die Frage, was die Magie großer Tonfolgen ausmacht – und warum es für ihren Zauber weder Vorkenntnisse noch Ausbildung braucht, sondern allein ein offenes Ohr. Antworten darauf gibt der Abend in überraschenden musikalischen Begegnungen: Filmhelden wie James Bond treffen hier auf Wagners Walküren, Der Barbier von Sevilla begegnet Pop-Ikonen wie Taylor Swift und Michael Jackson, und Edvard Griegs Peer-Gynt-Suite verschmilzt mit den Klangwelten von Queen. 

Late Night ist dann mit Ennio (22.5.) einer der spannendsten Vertreter der jungen deutschen Popgeneration zu Gast auf dem Giller. Seine Songs bewegen sich zwischen moderner Pop-Ästhetik, emotionaler Direktheit und einem sehr persönlichen Zugang zu Themen wie Selbstzweifel, Nähe und Identität. So veröffentlichte er mit seiner aktuellen Single „Haifischbecken“ ein Statement gegen die Schattenseiten der Musikindustrie, mit dem er persönliche Erfahrungen verarbeitet und ein klares Zeichen für mehr Eigenständigkeit, Kreativität und Fairness setzt. Ennio steht für eine Generation von Künstlerinnen und Künstlern, die ihre Musik nicht als Produkt, sondern als Ausdruck von Haltung verstehen – nahbar, offen und mit einem starken Gespür für Atmosphäre. 

Tags darauf gibt sich mit Rauhbein (23.5.) eine Band die Ehre, die deutschsprachigen Folk-Rock mit starkem irischen Einfluss und eine sehr direkte, erzählerische Sprache miteinander verbindet. In ihren Songs erzählen sie von Neuanfang, Lebensmut sowie den Höhen und Tiefen des Lebens. Geprägt von intensiven Jahren in Irland kombiniert die Band energiegeladene Gitarren und treibende Drums mit melancholisch-romantischen Elementen wie Akkordeon und Streichern. Klanglich erinnert Rauhbein an eine Mischung aus Flogging Molly und Beatsteaks – mit hohem Wiedererkennungswert und unverwechselbarem Sound. Live entsteht daraus ein mitreißendes Fest aus traditioneller irischer Musik und Rock, das jedes Konzert zu einem besonderen Erlebnis macht.

Garantiert schweißtreibend und laut geht es anschließend weiter, wenn Doro (23.5.) das große Viermastzelt zum Beben bringt: Wie kaum eine andere prägt die Metal-Queen das internationale Rock- und Metalgeschehen, seit sie 1986 kurz nach ihrem Debütalbum „Burning the Witches“ (mit Warlock) als erste Frau auf der Bühne des legendären „Monsters of Rock“ in Donington mit Legenden wie den Scorpions, Bon Jovi, Motörhead, Def Leppard und Ozzy Osbourne auftrat. In den darauffolgenden Jahren eroberte sie mit ihrer markanten Stimme, unermüdlichen Bühnenpräsenz und außergewöhnlichen Nähe zum Publikum die internationalen Arenen: Doro       tourte mit Judas Priest, Dio und Megadeth und veröffentlichte Meilensteine wie „Triumph and Agony“. Über zehn Millionen verkaufte Tonträger, mehr als 3.500 Shows in 60 Ländern und Auszeichnungen wie der Lifetime Achievement oder der Metal Goddess Award unterstreichen die Einzigartigkeit ihrer Laufbahn.

Female fronted startet auch der Sonntag in den Sonnenuntergang: Mit den No Angels (24.5.) kehrt in diesem Jahr eine der erfolgreichsten deutschen Popgruppen überhaupt auf die Bühne zurück. Kaum ein anderes Projekt steht so sehr für die Popkultur der frühen 2000er-Jahre – und zugleich für den Wandel der Branche, für Neubewertungen und für den bewussten Umgang mit der eigenen Geschichte. Nach dem umjubelten Erfolg ihrer „Still In Love With You“-Summer 2025-Tour knüpfen sie 2026 u. a. bei KulturPur mit Klassikern wie „Daylight In Your Eyes“, „There Must Be An Angel“ und „Something About Us“ an die ausverkauften Konzerte und emotionalen Gänsehaut-Momente des vergangenen Jahres an: Auch nach 25 Jahren begeistern Authentizität, musikalische Qualität und der besondere Zusammenhalt der No Angels ihre Fans als Symbol für Female  Empowerment – kraftvoll, emotional und zeitlos.

Eine besondere Rolle im Programm nehmen die Rainbirds (24.5.) ein. Die Band gehört zu den prägenden Stimmen des deutschen Pop und Indie der späten achtziger und neunziger Jahre und steht bis heute für stilistische Offenheit und musikalische Eigenständigkeit. Ihre Songs verbinden eingängige Melodien mit einer oft nachdenklichen, poetischen Grundhaltung und einer unverkennbaren Klangfarbe.          Katharina Franck und ihre Rainbirds machten 1986 aus einem Plan einen Hit – sie schufen mit „Blueprint“ nicht nur einen Song, sondern eine echte Blaupause für anspruchsvolle Popmusik, die auch vier Jahrzehnte später direkt ins Herz trifft: Dabei haben ihre Songs nichts von ihrer Relevanz verloren. Sie sind zart, verspielt, ausufernd und minimalistisch. 

Einen leisen, nachdenklichen und zugleich hoch emotionalen Gegenpol zu den Rock- oder Metal-Hymnen des Wochenendes bildet auch Aaron (25.5.). Der Singer-Songwriter steht für moderne Popballaden, für reduzierte Arrangements und eine Stimme, die Nähe zulässt. Sein Sound ist genreübergreifend und reicht von akustischen Klängen über sinnliche Gitarren bis hin zu poppigen Beats. Mit seiner Debütsingle „Wo bin ich“ feierte er große Erfolge und machte sich als Solokünstler einen Namen.

Den lautstarken Schlussakkord der 34. KulturPur-Ausgabe setzen schließlich Fury in the Slaughterhouse (25.5.): Kaum eine deutsche Rockband ist so eng mit Generationen von Musikfans verbunden wie die Hannoveraner Formation. Mit Songs, die längst zu festen Größen der deutschen Rockgeschichte gehören, und einer unverkennbaren Mischung aus Melancholie, Haltung und stadiontauglicher Energie. Titel wie „Every Generation Got Its Own Disease“ oder „Radio Orchid“ stehen dabei seit Jahrzehnten für das Lebensgefühl einer ganzen Epoche, während neuere Stücke wie „Sorrowland“ oder „Everyday Heroes“ zeigen, dass die Furies musikalisch auch im Hier und Jetzt angekommen sind. Genau diese Mischung macht ihre Konzerte bis heute aus. So verspricht der KulturPur-Abschlussabend nicht nur vertraute Hymnen, sondern ein intensives Live-Erlebnis zwischen Rückblick und Aufbruch, mit dem Fury In The Slaughterhouse große Refrains und persönliche Momente, kollektive Erinnerungen und neue musikalische Impulse verbinden.

Karten für alle Veranstaltungen gibt es ab Samstag, 7. März 2026 um 10:00 Uhr, im Siegener Kulturhaus Lÿz, über www.kulturpur-festival.de, an der Ticket- Hotline unter 0231-9999 6906 und an allen anderen bekannten Vorverkaufsstellen.

Veranstalter: 
Kreis Siegen-Wittgenstein, Stadt Siegen,
Stadt Hilchenbach, Gebrüder-Busch-Kreis, 
1. FCKV, IG Metall Siegen und IHK Siegen
www.kulturpur-festival.de


Plakat: © Veranstalter, Foto Cirkus Cirkör: © Joana Magalhaes, Foto Ennio: © Jonas Raum, Foto Rauhbein: © Moritz Ziegler,
Foto Doro: © Frank Dursthoff, Foto No Angels: © Ben Wolf, Foto Aaron: © Luis Frederik, 
Foto Fury in the Slaughterhouse: © Olaf Gebert, Foto KulturPur-Festivalgelände: © René Achenbach

Infos:
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